BLTV-Süßwasserbiologie-Seminar im Mai 2026
Etwa zwei Jahre war es her, als die Münchner Tauchergemeinschaft in den Isarauen und am Friedberger See ein Süßwasserbiologie-Seminar veranstaltet hatte, zusammen mit dem BLTV-Umweltwart Adrian Leistner. Das fand großen Anklang, was die MTG veranlasste, erneut einen solchen Spezialkurs anzubieten.
Samstagfrüh, 9. Mai, trafen sich 11 Teilnehmer am Bildungscampus Riem, davon vier Gäste. MTG-Vorstand und Referent Nils Kluger begrüßte die Runde, verlor ein paar notwendige Worte und schon ging es los. Übersichtlich und klar strukturiert in drei Themenblöcke vermittelte er worum es bei dem Thema ging: Der erste Block „Der See als System“ beschrieb die Zonierung, Licht, Temperatur, Schichtung und Substrate. Der zweite stellte im Jahreszeitenzyklus die horizontale und vertikale Gliederung eines Sees vor. Was, wer, wo und wie im See lebt, war Inhalt des dritten Blocks.
Dieses Wissen anzuwenden, war dann die Aufgabe für die Praxis am Riemer See. Noch bevor wir ins Truderinger Wirtshaus zu Mittag fuhren gab uns einer der Gäste, Frank Eschrisch von der Ilsesee-Tauchbasis, einen Überblick über die tolle Flora und Fauna dieses Gewässers bei Königsbrunn.
Zwei Tauchgänge waren angesetzt, einer am Samstagnachmittag, um Pflanzenproben zu sammeln, der andere am Sonntagvormittag, für ein paar Kleinstlebewesen. Bei warmen Sonnenschein, bestimmten wir die Exponate mithilfe von Literatur, Lichtlupen und regen Diskussionen. Im Beisein des frischgewählten BLTV-Präsidenten und noch BLTV-Umweltwartes Adrian Leistner, fassten wir zusammen: Dafür dass der Riemer See erst 2005 künstlich angelegt worden war und er stark frequentiert wird, ist seine Flora und Fauna nicht weiter auffällig.
Das Fazit: Der Kurs war wieder einmal sehr spannend – und die Artenvielfalt im Süßwasser offenbart sich oft im Kleinen.
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